Puten in einem Stall. Am Boden liegt Stroh. In der Mitte befinden sich Tränken für die Tiere.

Mastputen haltung

HALTUNG VON Mastputen

Auch in der Putenmast ist Tierwohl ein entscheidender Faktor. Denn die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere entscheidet auch über den wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist es in der Putenmast ein Ziel, vitale Tiere zu halten, deren Bedürfnisse erfüllt werden. Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Gütesiegel „Mehr Tierwohl“ stellen sicher, dass Anforderungen eingehalten werden, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen.

Ein Überblick über die verschiedenen Formen der Putenhaltung

AMA-GÜTESIEGEL

Puten mit dem AMA-Gütesiegel werden in Bodenhaltung mit natürlicher Einstreu aufgezogen. Die Puten verbringen ihr Leben meist in Offenställen. Innerhalb des Stalles können sich die Tiere frei bewegen, picken und scharren.

In Betrieben mit dem AMA-Gütesiegel werden Puten in eingestreuter Bodenhaltung großgezogen. Die Puten befinden sich in Ställen. Dort können sie sich uneingeschränkt bewegen. Die Einstreu stellt sicher, dass die Puten picken, scharren und im Staub baden können. Die AMA empfiehlt zusätzlich zur Einstreu weiteres Beschäftigungsmaterial. Alle Anforderungen sind in der AMA-Gütesiegel-Richtlinie "Putenmast" festgelegt. Weibliche und männliche Puten werden getrennt gehalten. Grund dafür ist, dass männliche um sieben Wochen länger gefüttert werden, insgesamt also 22 Wochen. Dann sind sie doppelt so schwer wie weibliche Puten. Puten haben in Österreich um 75 % mehr Platz zur Verfügung als in anderen Ländern.

Viele Puten stehen in einem Stall mit großen Fenstern. Der Boden ist mit Einstreu aus Stroh bedeckt.

MEHR TIERWOHL

Für „Mehr Tierwohl“ im AMA-Gütesiegel-Programm sind bei den Puten folgende Kriterien ausschlaggebend: Den Tieren ist spätestens ab dem 43. Lebenstag ein Außenklimabereich („Wintergarten“) zur Verfügung zu stellen. Es müssen auch verpflichtend erhöhte Ebenen eingebaut werden, auf denen die Tiere sich bewegen und ausruhen können. Die Fläche der erhöhten Ebenen muss mind. 5 % der Stallbodenfläche umfassen. Um einer artgemäßen Ernährung der Puten möglichst nahe zu kommen, wird zusätzlich noch Getreidevollkorn verfüttert und Muschelgrit zur Verfügung gestellt.

In Betrieben mit dem AMA-Gütesiegel „Mehr Tierwohl“ werden Puten in eingestreuter Bodenhaltung großgezogen. Um das Tierwohl zu steigern, werden die natürlichen Verhaltensweisen der Puten gefördert. Mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial sorgen dafür, dass die Tiere scharren und picken können. Neben der Einstreu können sich die Puten auch mit Strohballen oder Picksteinen beschäftigen. Für ein artgemäßes Fressverhalten können sie auch Getreidevollkorn und Grit picken. Um erhöht ruhen zu können und um Struktur in den Stall zu bringen, müssen erhöhte Ebenen im Stall angeboten werden. Es wird den Tieren auch ein Außenklimabereich („Wintergarten“) von mindestens 25 % der Stallbodenfläche zur Verfügung gestellt, den sie je nach Lust und Laune nutzen können.

Viele Puten in einem hellen Stall. Der Stall ist aus Holz und hat viele große Fenster.

BIOHALTUNG

Biohaltung ist eine sehr tierfreundliche Haltung für Puten. Diese Bio-Puten können sich sowohl im Stall als auch im Freien „auf der grünen Wiese“ aufhalten. Außerdem werden alle Tiere mit Bio-Futter gefüttert.

Puten aus Biohaltung steht ein Stall mit Tageslicht und ein Auslauf zur Verfügung. Im Stall befinden sich, wie bei allen Haltungsformen, selbstverständlich Futtereinrichtungen und Tränken. Draußen können die Tiere Futter suchen und artgerechtes Verhalten wie picken und scharren ausüben. Unterstände dienen als Schutz vor Sonne und Regen. Die Auslaufflächen müssen tagsüber uneingeschränkt zugänglich sein. Die Bio-Puten haben mehr Platz im Stall und werden in kleineren Gruppengrößen gehalten. Gefüttert wird mit Biofutter. Auch die Küken dürfen nur von biologischen Betrieben kommen. Bei den jährlichen Bio-Kontrollen wird die Einhaltung der Auflagen überprüft.

Viele Puten stehen auf einer Wiese. Im Hintergrund hügeliges Bergland.

Weitere Tierarten und ihre Haltungsformen

Mehrere Schweine in einem Schweinestall. Der Boden ist aus Beton. Im Beton befinden sich Spalten. Am Boden liegt etwas Stroh. Im Hintergrund Blick ins Freie.

Schweinehaltung

Die AMA-Gütesiegel-Richtlinie „Haltung von Schweinen“ gibt strenge Standards vor, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Freiwillige Zusatzmodule erhöhen das Tierwohl.

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Milchkühe stehen nebeneinander in einem hellen Stall. Vor den Kühen liegt Heu.

Milchkuhhaltung

Die Haltung von Milchkühen spielt eine wichtige Rolle für das Tierwohl und die Qualität unserer Milch. In Österreich dürfen Milchkühe auf vier Arten gehalten werden. Je nach Art der Haltung bekommen Kühe zum Beispiel unterschiedlich viel Bewegungsfreiheit und verschiedene Futtermittel.

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Mastrinder stehen nebeneinander in einem Stall. Vor den Kühen liegt Futter. Die Kühe fressen das Futter.

Mastrinderhaltung

Auch bei Mastrindern nimmt Tierwohl im AMA-Gütesiegel-Programm eine wichtige Stellung ein. Die persönliche Betreuung der Tiere durch die Landwirte ist entscheidend. Aber auch die Stallungen sind so zu gestalten, dass das Platzangebot, die Bewegungsfreiheit, die Bodenbeschaffenheit und die bauliche Ausstattung den Ansprüchen der Tiere gerecht werden. Im Stall müssen insbesondere Licht, Temperatur und Fütterung, sowie Möglichkeiten für Sozialkontakte gemäß den Bedürfnissen der Tiere gegeben sein.

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Drei Legehennen unter freiem Himmel. Unscharf im Hintergrund mehrere Hennen.

Legehennenhaltung

Legehennen produzieren Eier für uns Menschen. In Österreich gibt es drei Haltungsformen: Bodenhaltung, Freilandhaltung und Biohaltung. Bei allen drei Haltungsformen können sich die Hühner frei bewegen. Die Käfighaltung ist verboten.

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Zwei Mastehendl in einem Hühnerstall. Der Boden ist mit Einstreu aus Stroh bedeckt. Unscharf im Hintergrund mehrere Hendl.

Masthendlhaltung

Bei der Haltung von Masthendln sind zwei Dinge besonders wichtig: Die Gesundheit der Hendln und möglichst tierfreundliche Haltungsbedingungen. Die AMA-Gütesiegel-Richtlinie „Hendlmast“ gibt Richtlinien vor, die über gesetzliche Mindeststandards hinausgehen.

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